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31:31 gegen die Kadetten

31:31 gegen die Kadetten
Sensationelle Leistung in Schaffhausen

Die Ausgangslage vor dieser Partie war relativ klar. Die Kadetten Schaffhausen kamen mit viel Selbstvertrauen aus dem europäischen Wettbewerb zurück und die Thuner ihrerseits mussten auf eine ganze Menge ihrer Akteure verzichten.

So war der Start in die Partie auch erwartungsgemäss. Die Schaffhauser Rückraumachse um Montoro, Csaszar und Sesum brachten ihr Team souverän in Front. Immer wieder sorgte auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Erik Schmidt für Unruhe am Kreis. Dann aber drehten die Berner Oberländer auf. Marc Winkler hielt ein paar wichtige Bälle und vorne erzielte man Tor um Tor. Schliesslich traf Dario Lüthi in der 16. Spielminute zur ersten Thuner Führung – 10:9 stand es zu diesem Zeitpunkt aus Sicht von Lüthi und seinen Jungs. Beim 11:9 mussten die Ostschweizer sogar die Auszeit nehmen.

Nach dieser kleinen Atempause drehten die Kadetten dann auch wieder etwas auf. Zudem musste Nicolas Raemy nach einem unglücklichen Zusammenstoss das Spielfeld mit Schmerzen verlassen und die eine oder andere unnötige Strafe kam auch noch dazu. Trotzdem hiess es nach dreissig gespielten Minuten 15:17 aus Thuner Sicht. Etwas viele Gegentore zwar, aber die Partie noch durchaus ausgeglichen.

Die Startphase der zweiten Halbzeit lief dann ziemlich ähnlich wie der Start in die Partie. Schnell konnten sich die Schaffhauser etwas absetzen, doch dann kamen die Thuner wieder zurück. So war die Partie beim Timeout der Ostschweizer nach 46 Minuten mit 24:25 (aus Sicht der Thuner) wieder offen. Noch besser war es ein paar Minuten später als Lukas von Deschwanden zur 26:24-Führung einnetzte.

Hier war also tatsächlich etwas drin! Trotz all den verletzten Spieler und dem Ausfall von Nicolas Raemy zeigten sich die Thuner von ihrer besten Seite. Egal wer auf dem Feld stand, alle kämpften füreinander und gaben alles für den Auswärtssieg in der BBC Arena. Sogar zwei Tore lagen die Berner Oberländer circa drei Minuten vor Schluss vorne. Dann entwickelte sich das Spiel zu einem richtigen Krimi. Ein Tor waren die Thuner vor ihrer letzten Aktion vorne. Im letzten Angriff aber, als die Ostschweizer mit einer Manndeckung agierten, warfen die Jungs von Martin Rubin den Ball aber etwas zu früh weg. So hatten die Kadetten Schaffhausen nochmals 15 Sekunden für einen Abschluss und erzielten tatsächlich noch ein Tor – 31:31 hiess es also nach Spielschluss. 

Leider, leider – und die Zuschauer des Livestreams werden es verstehen – kam aber während der ganzen Partie nie richtig Spannung auf. Was primär daran lag, dass die Jubelschreie der Spieler und die Pfiffe der Schiedsrichter jeweils mindestens vier Sekunden vor dem Torwurf zu hören waren. Um die Dramaturgie richtig mitzuerleben, hätte man also den Ton ausschalten müssen. Dann aber hätte man wiederum auch verpasst, wie viele Namen der Kommentator für Yannick Schwab gefunden hat – Ivan Schwab, Yannick Schmid, Ivan Schmid und zu guter Letzt sogar Lukas Schwab – alles war mit dabei.

Aber Spass beiseite: Natürlich ist es eher ein verlorener Punkt, wenn man nur die letzten drei Minuten betrachtet. Mit ein bisschen Abstand können die Jungs aber sehr stolz sein auf die gezeigte Leistung. Nach einer schwierigen Saison kämpfen sich die Jungs um Lukas von Deschwanden immer weiter zurück. Nachdem sie in den letzten Spielen ordentlich Siege sammelten, hatten sie heute den Ligakrösus auswärts in deren Arena am Rande einer Niederlage. Der gewonnene Punkt ist also in Tat und Wahrheit Gold wert. Die Thuner können die «Grossen» wieder schlagen – da sind sie also wieder, die leidenschaftlich kämpfenden Jungs von Wacker Thun!


Text: Sven Krainer
Foto: Roland Peter


27.03.2021 20:56:33 | sven.krainer@wackerthun.ch

 

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