facebook   instagram   linkedin   Lachenhalle   Kontakt   Newsletter   Suche  

Interview mit unserer Nummer 26

Interview mit unserer Nummer 26
"Das Vertrauen ist zu 110% wieder da" - Ron Delhees spricht über sein Comeback

Er ist da! Nach einer langen Leidenszeit von 16 Monaten steht Ron Delhees endlich wieder auf dem Handballfeld. Wie er sich gefühlt hat, was er in der Reha-Phase gemacht hat, wie er sein Comeback bewertet und was die nächsten Monate bringen, verrät er in diesem Interview.

Wie ging es dir mental während der langen Verletzungsphase?

Grundsätzlich hatte ich nur direkt nach der erneuten Knieverletzung Probleme mit der Situation. Als ich mich mit meinem Arzt besprochen habe - ca. 1 Woche nach Verletzung - ging es mir wieder besser und ich hatte einen groben Plan wie es weitergeht. Meine Familie, mein Freundeskreis und der Verein waren eine grosse Unterstützung für mich während dieser langen Verletzungsphase. 


Wo lag (nebst dem Knie) dein Fokus im athletischen Bereich?

Während 16 Monaten hat man eine Menge Zeit an Schwachstellen und Stärken zu arbeiten. Natürlich lag der Hauptfokus der Reha auf dem operierten Knie, jedoch wurde auch gezielt die Schnellkraft und Explosivkraft trainiert. Zusätzlich habe ich viel an meinen Fussgelenken und Hüfte gearbeitet, um so die nötige Stabilität für das Knie zu erhalten. Die Trainingsinhalte rund um Schnelligkeit und Sprungkraft habe ich und mein Physioteam absichtlich auf die Zeit gesetzt, in der ich wieder Handball spielen kann. In der 16-monatigen Reha-Phase war das Ziel, wieder auf dem Feld stehen zu können und ohne Beschwerden Handball spielen zu können. 


Wie schwierig war das Comeback für den Kopf? Ist im Spiel bereits alles wieder vergessen?

Bereits in der Reha-Planung war für mich klar, dass es eine geregelte Rückintegration in das Teamtraining und die Meisterschaftsspiele geben wird. Dies hat mir eine Menge Druck von den Schultern genommen, weil mir so bewusst war, dass niemand etwas von mir «erwartet» bei meinem Comeback. Durch die gute Reha-Phase fühlte ich mich sehr gut bei meinem Comeback-Spiel gegen den RTV Basel. Im Training wie auch im Spiel fühlt sich das Knie normal an, ich habe keine Bedenken während dem Spiel. 


Ist das Vertrauen wieder da? Hast du noch Beschwerden?

Das Vertrauen ist zu 110% wieder da. Ich fühle mich sehr sicher und habe grundsätzlich keinerlei Probleme. Trotzdem gibt es hin und wieder Tage, an denen sich das Knie anders anfühlt als an anderen Tagen. Jedoch kann ich nicht erwarten, dass nach 16-monatiger Reha alles wieder normal ist. Mir ist bewusst, dass mein Knie noch Zeit benötigt. 


Wo stehts du handballerisch deiner Meinung nach?

Meiner Meinung nach bin ich noch nicht auf dem handballerischen Level, welches ich vor den beiden Verletzungen hatte. Ich konnte in ein, zwei Spielen schon zeigen, zu was ich fähig bin, jedoch muss auch ich diesbezüglich noch an der Konstanz arbeiten. Mir ist absolut bewusst, dass ich die letzten zwei Jahre nicht viel auf dem Handballfeld gestanden bin und deshalb muss ich mir persönlich auch die nötige Zeit geben, um wieder auf dieses Level zu kommen. Mein persönliches Ziel ist es, nach der Vorbereitung im Sommer wieder angreifen zu können. 


Was sind deine Ziele für die nächsten Monate?

Die Playoff-Spiele gegen Kriens stehen an. Ich möchte meiner Mannschaft so gut helfen wie ich in meiner momentane Verfassung/Situation kann. Meine Spielzeit pro Spiel ist immer noch beschränkt auf maximal 30 Minuten. Diese Minuten möchte ich bestmöglichst nutzen und den Sprung ins Halbfinale schaffen. Nach den Playoffs stehen für mich einige Trainings auf dem Plan, um den letzten Feinschliff zu erhalten, damit ich optimal in die neue Sommervorbereitung starten kann. 


Text: Medienstelle Wacker Thun
Foto: Ron Delhees

 


25.04.2021 13:45:02 | sven.krainer@wackerthun.ch

 

Hauptsponsoren  

               
 

Partner-Sponsoren


 

Co-Sponsoren


 
Wacker Thun | 3600 Thun
info@wackerthun.ch | +41 33 511 22 60

CHE-108.373.847 MWST