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Alles oder nichts in Sursee

Alles oder nichts in Sursee
Showdown um den Halbfinaleinzug

Knapp 24 Stunden sind vergangen seit diesem starken und eindrucksvollen Auftritt in der heimischen Lachenhalle. Knapp 24 Stunden also, seit die Thuner den Ausgleich in dieser Viertelfinalserie geschafft haben. Das muss man sich einmal vorstellen. 0:2 lagen sie in dieser Serie zurück, niemand in der Handball Schweiz hat mehr mit ihnen gerechnet, keiner der Experten hat mehr an sie geglaubt. Im Umfeld der Krienser rechnete man bereits mit einem souveränen Durchmarsch des HC Kriens-Luzerns. Der Kommentator der Krienser wünschte Reto Friedli nach zwei Spielen und 17 Minuten bereits das Karriereende. Aber – und dafür gehen 5.- in das Phrasenschwein – totgesagte leben eben länger. Vor allem wenn es Thuner sind. 

In Spiel 2 sprach Manuel Liniger auf SRF davon, dass sich keiner der Top-3-Mannschaften die Thuner als Gegner wünschten. Was zu diesem Zeitpunkt noch eher nach einer nett gemeinten Bemerkung klang und vielleicht auch auf frühere Zeiten bezogen hat, bewahrheitet sich nun eindrucksvoll. Der ehemalige Weltklasse-Linksaussen sollte also recht behalten. Wie verwandelt präsentierten sich die Spieler am letzten Sonntag auswärts in Kriens. Was sich einige Tage zuvor in der Lachenhalle angedeutet hat, war plötzlich wie selbstverständlich da. Martin Rubin und Remo Badertscher ist es gelungen, die Equipe perfekt einzustellen. Plötzlich waren die spielerischen Lösungen da, plötzlich waren die Playoff-Emotionen da und plötzlich begannen die Jungs zu kämpfen, als gäbe es kein Morgen mehr. Aber gottseidank gibt es ein Morgen, denn dann findet das so sehr herbeigesehnte Spiel 5 statt. Die Devise für das Spiel in Sursee ist klar: Nochmal alles genau so machen, wie in den letzten zwei Spielen. Wie es sich anfühlt, in Sursee zu gewinnen, wissen die Thuner ja bereits aus dem einen oder anderen Cupsieg in dieser Halle.

Um nun aber wieder etwas auf den Boden zurückzukommen: Damit das gelingt, muss wiederum ganz viel zusammenpassen. Die Personaldecke der Thuner ist weiterhin enorm angespannt. Alle spielfähigen Akteure müssen zwingend funktionieren. Das birgt immer auch eine gewisse Gefahr. Zum Glück aber entscheidet sich Handball ganz oft im Kopf und dieser sollte aktuell bei den Thunern kein Problem sein.

Genau diese mentale Komponente scheint aktuell aber gerade den Innerschweizern auf den Magen zu schlagen. In der Luzerner Zeitung lässt der Trainer vom HCK ordentlich Dampf ab und nimmt seine Mannschaft in die Pflicht. Genau das kann für die Thuner gefährlich werden. Denn genauso wie totgesagte länger leben, zeigen angezählte gerne eine Trotzreaktion. Es bleibt also spannend und die Thuner werden einen Teufel tun, die Favoritenrolle anzunehmen.

Weiterhin fehlen wird Goran Perkovac der wohl beste Torhüter der Saison. Paul Bar liess sich, wie bereits bekannt, an der Schulter operieren. Zudem fehlt ihnen wohl der Abwehrspezialist. Verglichen mit dem Thuner Lazarett aber eine Lappalie. 

Das alles zählt morgen in Sursee aber überhaupt nichts mehr. Spätestens beim Anpfiff ist es egal, wer fehlt und wer da ist, wer welche Spiele wie gewonnen hat und welche Corona-Tests oder sonstige Ereignisse die Mannschaften beschäftigten. Alles was zählt sind diese 60 Minuten – im Notfall plus Verlängerung. Für beide Mannschaften wäre ein Ausscheiden eine grosse Enttäuschung. Für die Thuner, weil sie sich so stark zurückgekämpften haben und für die Krienser weil die eine so gute Qualifikationsrunde gespielt haben sowie bereits im Cupfinal auf bittere Art und Weise den Kürzeren gezogen haben. 

Das SRF hätte sich also kein besseres Spiel aussuchen können für eine Live-Übertragung. Beste Werbung für den Handballsport ist garantiert – hoffentlich mit dem besseren Ende für die Thuner! Eins ist sicher: Die grüne Wand steht hinter den Jungs!


Text: Sven Krainer
Foto: Romy Streit


21.05.2021 20:09:26 | sven.krainer@wackerthun.ch

 

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