facebook   instagram   linkedin   Lachenhalle   Kontakt   Newsletter   Suche  

Bittere Niederlage in Spiel 5

Bittere Niederlage in Spiel 5
Es hat nicht sollen sein...

Ist das bitter… Es fehlen aktuell gerade noch etwas die Worte, um die letzten siebzig Spielminuten zusammenzufassen. Deshalb zuallererst: Herzliche Gratulation an den HC Kriens-Luzern zum Halbfinaleinzug, viel Glück gegen die Kadetten Schaffhausen! Es waren packende fünf Spiele und ein unglaublicher Fight. Man sieht sich bestimmt irgendwann mal wieder in einer zukünftigen Playoff-Serie!

So, dann versuchen wir es mal. Trotz all der Spannung und all der Dramatik ist der Spielverlauf relativ schnell zusammengefasst. Die Partie war lange ausgeglichen, erst in der 20. Spielminute setze sich der HC Kriens-Luzern das erste Mal mit drei Toren ab. Grund dafür war primär der Krienser Topscorer Hleb Harbuz, der Tor um Tor erzielte. In die Pause ging es für die Thuner dann mit einem 11:14-Pausenrückstand. 

Gleich zu Beginn fragte der SRF-Kommentator zu was das Wackerherz wohl noch in der Lage sei. Die Antwort: Noch zu ganz vielem. Martin Rubin und Remo Badertscher stellten auf eine offensivere Deckung mit Nino Gruber auf der Spitze um und dahinter hielt Marc Winkler gleich mehrere Bälle hintereinander spektakulär. Bereits elf Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Lukas von Deschwanden nämlich den Ausgleich zum 18:18. Die Mannschaft gab nicht auf, warf zu jedem Zeitpunkt alles in die Waagschale. Bis zum Schluss der offiziellen Spielzeit blieb die Partie auf Messers Schneide. Maximal mit einem Tor führte die eine oder andere Mannschaft.

Das klingt im ersten Moment vielleicht nicht allzu spektakulär, aber man muss sich das einmal vor Augen führen. Während der ganzen Schlussphase spielten nebst Marc Winkler und Lukas von Deschwanden die Eigengewächse Janick Sorgen, Gabriel Felder, Ivan Chernov, Nino Gruber und zudem noch Dario Lüthi sowie Roman Bouilloux – alle (zum Teil) deutlich jünger als 25-jährig. Drei dieser Spieler stiessen erst diese Saison offiziell zum Kader der ersten Mannschaft und auch die anderen hatten in den letzten Jahren keine Schlüsselrollen. Aber sie verlangten der Söldnertruppe aus der Innerschweiz alles ab. Die Thuner hatten sogar den letzten Angriff während der offiziellen Spielzeit. In Unterzahl agierend gelang ihnen aber kein Treffer mehr. So ging es mit einem 25:25 in die Verlängerung.

Dramatik, Hochspannung, Emotionen und dann? Wechsel auf den Livestream von SRF – Eishockey und Schwimmen stehen halt eben vor unserer geliebten Sportart. Trotzdem gelang den Berner Oberländern in den zweimal fünf Minuten nicht mehr viel. Die zwei bis drei Fehlwürfe wurden von den Krienser bitter bestraft und so blieb am Schluss nur die brutale 29:32-Niederlage.

So weit so klar. Aber mit etwas Abstand betrachtet, muss man vor dieser Mannschaft den Hut ziehen. Nach einer verknorzten Qualifikationsrunde mit vielen Höhen und Tiefen zeigen die Jungs nun zu was sie fähig sind. Lukas von Deschwanden war die ganze Playoff-Serie hindurch der grosse Leader. Die beiden Linkshänder Nicolas Raemy und Ron Delhees haben geglänzt, wenn sie fit waren. Die beiden Torhüter haben jeweils Partien geprägt. Gabriel Felder hat auf der Halbposition schlicht sensationell gedeckt. Janick Sorgen hat eine sensationelle Viertelfinalserie gespielt. Die Liste wäre noch lang, man kann es aber auch einfach zusammenfassen: Es war eine unglaubliche Mannschaftsleistung. Falls man je eine Definition für das Wackerherz brauchen sollte, dann kann mit gut und gerne diese letzten drei Spiele nehmen.

Bevor die Jungs nun aber in die Handballpause verschwinden und der Blick ganz langsam nach vorne gerichtet wird, liegt dem Verfasser dieses Textes, wie auch wohl allen anderen Wackerianer noch etwas auf dem Herzen: Es ist nun nämlich endgültig Zeit, danke zu sagen! Danke an Martin Rubin und danke an Reto Friedli! Danke für die letzten 14 Jahre! Danke für all diese Titel! Danke für ganz viele Emotionen! Und danke für ganz viele prägende Erinnerungen! Bei solchen Abschieden ist oft die Rede von einem lachenden und einem weinenden Auge. Mindestens heute sind es aber definitiv zwei weinende Augen! Wären wir im Fussball, so würde vor der Lachenhalle eine Statue von Martin Rubin stehen und das Bälliz hiesse Reto-Friedli-Strasse. Aber auch ohne das werdet ihr für immer in unseren Köpfen und unseren Herzen bleiben!

So, das war es mit der Saison 2020/21. Die von Corona und leeren Hallen geprägte Saison endet nun mit ganz vielen Emotionen. Eines ist aber spätestens nach dieser Viertelfinalserie klar: Heut ist nicht alle Tage, die Thuner kommen wieder, keine Frage! 


Text: Sven Krainer
Foto: Roland Peter


22.05.2021 20:01:10 | sven.krainer@wackerthun.ch

 

Hauptsponsoren  

               
 

Partner-Sponsoren


 

Co-Sponsoren


 
Wacker Thun | 3600 Thun
info@wackerthun.ch | +41 33 511 22 60

CHE-108.373.847 MWST